Labor für nachhaltige und nützliche Innovationen (SAI-Lab)
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Orange The World - Orange on Campus

Details
Geschrieben von: Michael Hüllenkrämer
Erstellt: 25. November 2025

Heute am 25.11.2025, beginnen die orangefarbenen Tage. Es sind insgesamt 16 Aktionstage rund um den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, ebenso auch für den Schutz von Trans- und nicht-binäre Personen. 

Als kleiner Teil im Rahmen der UN-Kampagne „Orange the World“ setzt sich das SAI-Lab an der TU Berlin für Gleichstellung ein. Wir möchten auf geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam zu machen und für das Thema zu sensibilisieren. Gewalt, aber auch Diskriminierung wegen des Geschlechts, stoppen leider nicht vor unserer Hochschulen . Wir sind ein Teil der Gesellschaft. Wir sind ein Abbild der Gesellschaft. Wir brauchen den Tag gegen Gewalt an Frauen auch als Hochschule: Als Mahnung und für Handlung.

Das Farbschema der SDG zeigt für das SDG 5 die Farbe Orange für Geschlechtergerechtigkeit. Wir wollen in den nächsten Tagen weitere organgene Farbpunkte zeigen oder darauf hinweise. Vielleicht wurde bereits weiteres Orange an der TU Berlin oder auf dem Campus der TU Berlin entdeckt?

 

Quervernetzt:

  • Gendermatics 011: Paragraf 218 auch für Männer, siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/projekte/31-sdg-05-gendermatics/4253

Anker:

  • Orange The World - Orange on Campus, siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/freunde/4254

16 Actions for 16 Days
HeForShe

HeForShe: 16 Actions for 16 Days

Details
Geschrieben von: Michael Hüllenkrämer
Erstellt: 25. November 2025
  • Aktionswoche
  • Schutz
  • HeForShe
  • Aktion
  • Gleichstellung
  • Recht
  • Frau
  • 2025

Das SAI-Lab freut sich über die Informationen von HeForShe unter dem Titel "HeForShe’s 16 Actions for 16 Days" (s.u.).

Das SAI-Lab unterstützt die Idee und Aktivitäten rund um die "16 Actions for 16 Days".

Day 1: Learn about online violence

Online abuse is a form of violence that affects millions of women and girls every day.
Day 1’s action is to learn about digital abuse, what it looks like and how to prevent it. Knowledge is power.
Get Involved via UN Women >>
     
Day 2: Host a Barbershop Session

Digital technologies can cause harm or offer hope.
Day 2’s action is to host a Barbershop session using Module 3 on Digital Masculinities to explore how men and boys can support safer online spaces today.

Day 3: Call on Tech Companies & Gvt

Billions of women and girls lack legal protection from digital violence.
Day 3’s action  is to urge governments and tech companies to strengthen laws, transparency, and survivor support.

Day 4: Use survivor-Centered Language

Virtual violence is real, and language shapes how we understand it.
Day 4’s action is to use survivor-centred, non-blaming language when speaking or posting about online abuse. Words can reduce stigma and support healing.

Day 5: Share Your Story

By speaking openly, men can challenge harmful digital behaviors and show solidarity with survivors.
Day 5’s action is to share your story for the HeForShe Men’s Narrative Series to help promote safer, more respectful spaces.

Day 6: Explore the causes of online harm

Misogynistic online communities normalize violence and can fuel real-world harm.
Day 6’s action is to read UN Women’s explainer on the “manosphere” and understand how digital hate escalates into offline abuse. Awareness helps drive safer spaces.

Day 7: Download the HeForShe Journal

Even in digital spaces, gender stereotypes shape how people engage.
Day 7’s action is to download the HeForShe Journal, a four-week digital reflection guide that offers daily prompts to explore gender roles and equality.

Day 8: Run a Barbershop Session

Virtual violence is real violence, and what happens online carries real-world impact.
Day 8’s action is to host a Barbershop session using Module 9: Gender-Based Violence to explore how digital and offline harm are connected.   

Day 9: Support Survivors

Many survivors of digital abuse face stigma and barriers to support.
Day 9’s action is to learn from HeForShe champion Vodafone.
Their Bright Sky app has over 1.2 million downloads, offering safe, anonymous support across 13 countries.

Day 10: Report Harmful Content

Reporting online harassment helps stop impunity and protect others.
Day 10’s action is to learn how to report abuse and misinformation on your platforms and share these tips with friends and communities.

Day 11: Identify and Report Deepfakes

AI can be misused to create deepfakes and non-consensual images.
Day 11’s action is to learn about AI-enabled abuse and how to detect or report it. Digital innovation should protect, not put people at risk.

Day 12:  Add your name - Open Letter

Violence against women and girls, including online, often goes unchecked.
Day 12’s action is to add your voice to the HeForShe Call to Action urging tech companies and communities to create safer digital spaces.

Day 13: Amplify Movember’s Report

Both young men and young women are exposed to content online which can be damaging for their own health or the way that they perceive the other gender. 
Day 13’s action is to explore research from HeForShe Champion @Movember, which highlights how young men navigate online spaces and the implications for healthier, safer communities for everyone.  

Day 14: Build Partnerships 4 Safer Spaces

Preventing digital violence requires collective action.
Day 14’s action is to learn from HeForShe Champion MTN who expanded their Child Online Protection Programme, trained youth safety advocates, and partnered with the Internet Watch Foundation to block harmful content.

Day 15: Join #StandWithHer

Day 15’s action is to join the global #StandWithHer campaign.
Prevention begins in  the classroom. Educators, access the free Creating a Gender-Just  World curriculum for middle & high schools.

Day 16: Donate to HeForShe

Virtual violence is real violence, and it doesn’t end after 16 days. The last action is to support women’s rights organizations and movements driving change online and offline.
Let’s keep building equality every day. Follow HeForShe and UN Women.

 

Weitere Informationen

  • HeForShe (31.10.2024): HeForShe #16Days. Newsletter. Darin "HeForShe’s 16 Actions for 16 Days" (s.o.).

Quervernetzt:

  • HeForShe, siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/freunde/1033
  • Freunde - Übersicht, siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/freunde/1810

Anker:

  • HeForShe: 16 Actions for 16 Days, siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/freunde/4250 

SenWGP: 1. Berliner Landespreis für exzellente Hochschullehre

Details
Geschrieben von: Michael Hüllenkrämer
Erstellt: 25. November 2025

Es gibt derzeit im Land Berlin das Verfahren zum "Berliner Landespreis für exzellente Hochschullehre". Auch die TU Berlin nimmt offenkundig daran mit einer Vorauswahl teil.

"Der Preis hebt die besondere Bedeutung der Hochschullehre für den Wissenschaftsstandort Berlin hervor und schafft einen bedeutsamen Anreiz, sich in der Hochschullehre noch stärker zu engagieren und sie über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern. Außerdem werden möglichst viele Beispiele guter Praxis sowie Erkenntnisse zur Weitentwicklung von Hochschullehre einer breiten (Fach-)Öffentlichkeit im Rahmen eines Fachtages vorgestellt und der Diskurs über exzellente Lehre an und mit den Berliner Hochschulen gefördert. Studierende sind in vielfältiger Weise am Lehrpreis beteiligt." (SenWGP 01.10.2025).

Aus dem Antragsformular:

"Bitte stellen Sie für die Jury nachfolgend dar, was Ihre Lehrveranstaltung auszeichnet und erläutern Sie das didaktische Konzept. Aus Ihrer Beschreibung sollen die relevanten und herausragenden Aspekte Ihrer Lehrveranstaltung nachvollziehbar hervorgehen. Sie bildet die Grundlage für die Juryentscheidung, deren Mitglieder ggf. nicht mit Ihrem Fachgebiet vertraut sind. Orientieren Sie sich an folgenden Leitfragen: 

  • Welche Ausgangssituation bzw. Herausforderungen, z. B. im Hinblick auf die Inhalte, Erfolgsquoten oder Anforderungen an die Studierenden, müssen bei dieser Lehrveranstaltung berücksichtigt werden?
  • Welche (Lern-)Ziele verfolgt Ihre Lehrveranstaltung? Was können die Studierenden nach der Lehrveranstaltung?
  • Wie ist Ihre Lehrveranstaltung gestaltet, damit Studierende die (Lern-)Ziele erreichen? Welche Lehr-/Lernmethoden, ggf. -materialien und -medien kommen zum Einsatz und weshalb? Wie wird überprüft, dass die (Lern-)Ziele erreicht worden sind?
  • Weshalb war Ihre Lehrveranstaltung aus Ihrer Sicht besonders erfolgreich?
  • Woran erkennen Sie, dass Ihre Lehrveranstaltung in überdurchschnittlichem Maße den Lernerfolg gefördert hat?
  • Welche Maßnahmen zur Qualitätssicherung bzw. Weiterentwicklung werden ergriffen?
  • Was zeichnet Ihre Lehrveranstaltung aus? Was ist für Sie dabei besonders herausragend?" (SenWGP 29.08.2025)

Da es für "exzellente Hochschullehre" zunächst "ausreichend sicher betriebene Hochschulgebäude" bedarf, gerne ergänzt um "ausreichend möbliert, repariert und gereinigt", würden wir aus dem SAI-Lab von diesem Preis eher absehen, ebenso von der Teilnahme. Wir verstehen den Preis jedenfalls nicht ohne einen Untertitel, wie beispielsweise: "In weitgehend desolaten Hochschullgebäuden". Der Pressetermin ist bestimmt nett, die Würdigung für exzellente Hochschullehre unbenommen!

Da aber - zudem - weder die Mitglieder der Jury benannt sind, noch Seitens des Senats benannt ist, was die Auswahlriterien für Preisträger, noch die Mindestanfoderungen für die Bewerbung sind, schlagen wir als SAI-Lab allen Adressaten ein aussetzten der Teilnahme vor. Ein wenig mehr Transparenz und Wirtschaftlichkeit wäre schon schön. Das Preisgeld könnte, sofern nicht doch noch Dringlicheres und Wichtigeres damit geschieht, schlechterdings nach dem Gießkannenprinzip an Hochschulen und darin nach dem Losverfahren an Lehrende ausgeschütte werden.

Wir wissen nicht, ob wir die Berliner Hochschule für Technik beglückwünschen oder bedauern wollen, da dort die Fachtag für die Hochschullehre am 01.07.2026 stattfinden soll, auch die Verleihung der Preise.

 

Weitere Informationen:

  • SenWGP (01.10.2025): Jury. URL: https://www.berlin.de/sen/wissenschaft/lehrpreis/jury-1594897.php. Darin: "Die von den Hochschulen eingereichten Nominierungen werden von einer Jury bestehend aus Studierenden, Expertinnen und Experten für Hochschuldidaktik, Lehrqualität bzw. Hochschulentwicklung sowie Lehrenden begutachtet. Die Jury soll Vertreterinnen und Vertreter aller Hochschultypen sowie mittelfristig ehemalige Preisträgerinnen und Preisträger umfassen." (s.o.).  
  • SenWGP (01.10.2025): Preisveranstaltung, URL: https://www.berlin.de/sen/wissenschaft/lehrpreis/preisveranstaltung-1594902.php 
  • SenWGP (01.10.2025): Berliner Landespreis für exzellente Hochschullehre. URL: https://www.berlin.de/sen/wissenschaft/lehrpreis/ 
  • SenWGP (04.11.2025): Ausschreibung. URL: https://www.berlin.de/sen/wissenschaft/lehrpreis/ausschreibung-1594896.php 
  • SenWGP (10.09.2025): Berliner Landespreis für exzellente Hochschullehre 2026 - Ausschreibung. URL: https://www.berlin.de/sen/wissenschaft/_assets/lehrpreis/ausschreibung_landeslehrpreis-2026.pdf?ts=1759233861 
  • SenWGP (29.08.2025): Antragsformular - Berliner Landespreis für exzellente Hochschullehre 2026. URL: https://www.berlin.de/sen/wissenschaft/_assets/lehrpreis/antragsformular_landeslehrpreis.pdf?ts=1759233869 
  • HWR Berlin (09.2025): Lehrpreis der HWR Berlin. Die HWR Berlin vergibt 2026 erstmals den HWR-Lehrpreis – für exzellente Lehre, besonderes Engagement und innovative Konzepte. URL: https://www.hwr-berlin.de/aktuelles/neuigkeiten/hwr-berlin-lehrpreis 
  • Freien Universität Berlin (25.11.2025): Berliner Landespreis für exzellente Hochschullehre 2026. URL: https://www.fu-berlin.de/sites/dcat/Lehrpreis/index.html. Darin: "Das Dahlem Center for Academic Teaching (DCAT) organisiert und betreut das FU-interne Bewerbungs- und Auswahlverfahren." (s.o.). 
  • Berliner Hochschule für Technik (): Verleihung des Landeslehrpreises. Datum: Mittwoch, 01.07.2026. Verleihung des Berliner Landespreises für exzellente Hochschullehre. URL: https://www.bht-berlin.de/item/cal/event/detail/2026/07/01/229
  • Universität der Künste Berlin (01.10.2025): Berliner Landespreis für exzellente Hochschullehre 2026. https://www.udk-berlin.de/studium/alles-zu-bewerbung-und-studienverlauf/myudk-portal/landeslehrpreis/ 
  • Strategische Lehrentwicklung (2025): Landeslehrpreis. TU Berlin. URL: https://www.tu.berlin/sc/entwicklungsplanung/lehrentwicklung/landeslehrpreis 

Anker: 

  • SenWGP: 1. Berliner Landespreis für exzellente Hochschullehre, siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/freunde/4245

Deutscher Bundestag: Kleine Anfrage zur Wiedervernässung von Mooren

Details
Geschrieben von: Michael Hüllenkrämer
Erstellt: 25. November 2025
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Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages hat zum Thema "heute im bundestag - Landwirtschaft und Umwelt - Nr. 112" die Information "Wiedervernässung von Mooren“ veröffentlicht. 

(...) Kleine Anfrage (...) Nach der Wiedervernässung von Mooren erkundigt sich die AfD-Fraktion in einer Kleinen Anfrage (21/2839). Die Bundesregierung soll unter anderem angeben, welche konkreten Flächenziele für die Wiedervernässung von Moorböden bis 2030, 2040 und 2045 sie in welchen Bundesländern und nach welchem Moortyp verfolgt und auf welche Finanzierungsgrundlagen sie diese Pläne stützt." (Deutscher Bundestag, 21.11.2025).

Das SAI-Lab greift diese Information in den dazu angelegten, vorgeschlagenen oder notierten Projekten zur nachhaltigen Entwicklung auf.

Das SAI-LAb "wundert" sich auch über die Behautptungen der Partei in der Kleinen Anfrage zur traditionellen Paludikultur, zu Baustofen, über eine Formulierung mit den Worten "kompliziert, kurzatmig und praxisfern", sowie die vermuteten Unsicherheiten zur nachhaltigen Entwicklung von ländlichen Räumen.

 

Weitere Informationen: 

  • Deutscher Bundestag (21.11.2025): heute im bundestag - Landwirtschaft und Umwelt - Nr. 112. Newsletter
  • Deutscher Bundestag (17.11.2025): Wiedervernässung von Mooren – Nutzungsperspektiven und mögliche Rechts- und Umsetzungsdefizite. Kleine Anfrage der Abgeordneten Danny Meiners, Andreas Bleck, Stephan Protschka, Peter Felser, Christian Reck, Bernd Schattner, Julian Schmidt, Bernd Schuhmann, Dr. Michael Blos, Dr. Ingo Hahn, Olaf Hilmer, Karsten Hilse, Steffen Janich, Dr. Rainer Kraft, Enrico Komning, Manuel Krauthausen, Markus Queckemeyer, Lars Schieske, Dr. Paul Schmidt, Stefan Schröder, Dario Seifert, Martina Uhr und der Fraktion der AfD. Drucksache 21/2839. URL: https://dserver.bundestag.de/btd/21/028/2102839.pdf 
  • Wikimedia Foundation Inc. (Wikpedia) (28.03.2025): Paludikultur. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Paludikultur 

Quervernetzt:

  • Deutscher Bundestag, siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/freunde/3040

Anker:

  • Deutscher Bundestag: Kleine Anfrage zur Wiedervernässung von Mooren, siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/freunde/4248 

Deutscher Bundestag: Fachgespräch zu "Gemeinsam Gewalt gegen Frauen verhindern"

Details
Geschrieben von: Michael Hüllenkrämer
Erstellt: 25. November 2025
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  • Frauenhaus

Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages hat zum Thema "heute im bundestag - Arbeit und Soziales, Bildung, Familie und Gesundheit - Nr. 137" die Information "Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen diskutiert“ veröffentlicht. 

Gerne geben wir hier den vollen Inhalt der Zusammenfassung mit konkreten Protokoll- bzw. Wortbeiträgen, wieder.

(...) Am Vortag des Internationalen Aktionstages „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am 25. November 2025 fand am Montag im Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein öffentliches Fachgespräch unter dem Titel „Gemeinsam Gewalt gegen Frauen verhindern“ statt. Dabei forderten die geladenen Sachverständigen unter anderem einen zügigen Ausbau von Frauenhausplätzen, die Umsetzung des geplanten Gewaltschutzgesetzes der Bundesregierung, eine stärkere Beachtung der Gefahr durch frauenfeindliche Inhalte im Netz und eine Reform des Sexualstrafrechts entsprechend den Vorgaben der Istanbul-Konvention.

Esther Bierbaum von der Zentralen Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser (ZIF) forderte einen Zugang für alle, „der sicher, schnell, unbürokratisch und bedarfsgerecht ist“. Zudem müsse der Zugang zu Frauenhäusern möglichst niedrigschwellig sein. „24 Stunden, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr“, sagte Bierbaum. Die Gewährleistung von Schutz und Beratung müsse außerdem den Schutz für alle Frauen beinhalten, einschließlich trans-, intergeschlechtlicher und nicht-binärer Personen sowie auch älterer Frauen und ebenso von Frauen mit Behinderungen.

Besonders berücksichtigt werden müsse dabei eine intersektionale Perspektive im Gewaltschutz, sagte die ZIF-Vertreterin, die zugleich einen zügigen Ausbau von Frauenhausplätzen, orientiert an den Empfehlungen der Istanbul-Konvention, forderte. „Es bedarf an dieser Stelle keiner erneuten Bedarfsanalysen“, betonte sie. Es fehlten schlichtweg Frauenhausplätze.

Bianca Biwer, Bundesgeschäftsführerin beim Opferhilfeverein WEISSER RING, sagte, Gewalt gegen Frauen habe verschiedene Gesichter. Biwer benannte beispielhaft die häusliche Gewalt, Femizide und die digitale Gewalt. Bei der häuslichen Gewalt nenne das „Hellfeld“ 266.000 vom BKA registrierte Fälle im Jahr 2024. Gerade bei häuslicher Gewalt gebe es aber ein gewaltiges Dunkelfeld durch die Beziehung zu den Tätern, durch Scham und die Hürden für Betroffene. Gleichzeitig sei festzustellen, dass Verurteilungen bei Tätern häuslicher Gewalt selten seien und das Strafmaß milde sei.

Ein besonders gravierendes Problem für die betroffenen Frauen sei es auch, dass Familiengerichte im Falle einer Trennung meist urteilten, „dass der Täter regelmäßigen Umgang mit seinen Kindern haben darf“, sagte Biwer. Insofern müsse die Frau weiterhin Kontakt mit dem Kindesvater halten. Die im Gewaltschutzgesetz der Bundesregierung geplante bundesweite elektronische Fußfessel begrüßte sie ebenso wie weitere darin enthaltene Verschärfungen. Der Bundestag sollte der Regelung zustimmen, sagte Biwer.

„Häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen findet mitten unter uns statt“, sagte Sibylle Schreiber vom Verein Frauenhauskoordinierung. Täter seien „Menschen wie unsere Nachbarn, vielleicht der Partner unserer alten Schulfreundin oder der nette Steuerberater“. Dass dies immer noch geschehe, liege in der Verantwortung aller. Habe eine Frau den Mut, sich Schutz und Beratung zu suchen, so werde sie aktuell im Stich gelassen. Sie müsse wochenlang auf einen persönlichen Beratungstermin warten und telefoniere sich die Finger wund, um einen freien Frauenhausplatz in ihrer Nähe zu finden.

Mit der Flucht ins Frauenhaus riskierten Frauen zudem nicht selten das Sorge- und Umgangsrecht für ihre Kinder. Grundsätzlich müsse der Schutz vor Gewalt Vorrang vor Sorge- und Umgangsrechten des gewalttätigen Elternteils haben, forderte Schreiber. „Einschränkungen oder der Ausschluss des Umgangsrechts müssen bei häuslicher Gewalt zukünftig selbstverständlich sein“, sagte sie.

„Jeder Femizid kostet eine Million Euro“, sagte Uwe Stürmer, Polizeipräsident von Ravensburg. Er plädierte dafür, dass man die Mittel, die für den Vollzug verwendet werden, in die Täterarbeit steckt. Es brauche eine stärkere Professionalisierung. „Für mich muss die Rechtsgüterabwegung zwischen dem Schutz des Lebens und den Eingriffen, die den Tätern zugemutet werden können, neu justiert werden“, sagte Stürmer.

Man könne mit kurzfristigen Maßnahmen einiges tun. „Es muss aber das Bewusstsein Platz greifen, dass das Tötungsdelikte sind, die in archaischen Besitzansprüchen ihre Ursache haben, die tief verwurzelt sind“, befand er. Seiner Ansicht nach ließe sich zum Schutz der Opfer viel mehr tun. „als darauf zu vertrauen, dass es gut ausgeht“.

Sina Tonk vom Frauenschutzverein TERRE DES FEMMES forderte eine ganzheitliche Schutz- und Präventionsstrategie, „die ausreichend finanziert ist“. Weiterhin vereinzelt Pflaster auf ein strukturelles Problem dieses Ausmaßes zu kleben, verfehle das Ziel deutlich. „Es vermehrt das Leid von Betroffenen und verursacht jedes Jahr mehr Kosten und Folgekosten.“ Gewaltschutz müsse vor Umgangs- und Sorgerecht gehen, sagte Tonk. Gewalttätigen Vätern müsse der Umgang mit den Kindern sofort entzogen werden.

Die TERRE DES FEMMES-Vertreterin sprach sich auch für eine Reform des Sexualstrafrechts aus. „Nein heißt Nein“ sei richtig und wichtig gewesen, machte sie deutlich. Es müsse aber nun ein Schritt weitergegangen werden und der Grundsatz „Ja heißt Ja“ gesetzlich verankert werden. Dieser notwendige Paradigmenwechsel setze ein klares Zeichen. Einvernehmlicher Sex müsse klar auf einer frei gegebenen, jederzeit widerrufbaren Zustimmung der beteiligten Personen beruhen. „Ein fehlendes Nein ist kein Einverständnis“, machte sie deutlich." (Deutscher Bundestag, 25.11.2025).

Das SAI-Lab greift diese Information in den dazu angelegten, vorgeschlagenen oder notierten Projekten zur nachhaltigen Entwicklung auf.

 

Weitere Informationen: 

  • Deutscher Bundestag (25.11.2025): heute im bundestag - Arbeit und Soziales, Bildung, Familie und Gesundheit - Nr. 137. Newsletter

Quervernetzt:

  • Deutscher Bundestag, siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/freunde/3040

Anker:

  • Deutscher Bundestag:  Fachgespräch zu "Gemeinsam Gewalt gegen Frauen verhindern", siehe URL: https://www.sai-lab.de/index.php/de/freunde/4249 
  1. TU Berlin: Ringvorlesung Klimaschutz T1 2025 - Umgang mit dem Klimawandel - Naturbasierte Lösungen
  2. neunund20 (neunund20)
  3. Nimm Platz: Lichterkette am 25.01.26, 18:00-18:30 Uhr
  4. ADFC Stadtteilgruppe Treptow-Köpenick (ADFC TK)

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