Aktualisierung am 04.06.2026.

Das Projekt "Neue Architektur und Innenarchitektur der Mikrologistik (NAIAM)".

Rahmenprojekt: BAU
Nachhaltigkeitsziel: SDG 15

Mit dem Projekt zu einer Art und Qualität von Architektur und Innenarchitektur für Bedarf und Bedürfnisse in der Mikrologistik, seien es Kinderwagen, Handwagen, Rollstühle, Rollatoren, Scooter oder Fahrräder,  sollen in diesem Projekt die bestehenden Bedingungen, Standards und Bauformen von Gebäuden und deren Umgebung betrachtet werden, um daraus veränderte, modifizierte, neue oder innovative Methoden, Prinzipien, Standards und Grundsätze für das Kriterium „mikrologistik-freundlich“ abzuleiten, zu bearbeiten, darzustellen, zu erörtern und anhand von Beispielen vorzustellen.

Dabei steht die grundsätzliche Phänomenologie rezenter, bisheriger oder derzeit üblicher Architektur und Innenarchitektur mit einer Trennung von "Außen" und "Innen" für oder zu bestimmten Anforderungen, Bedürfnissen und Lebenswirklichkeiten der praktizierten und normalen  Mikrologistik entgegen. Ein Handwagen steht im Hof, ein Rollator im Hausflur, ein Kinderwagen an der Kellertür, ein Kinderfahrrad auf dem Treppenabsatz und ein Fahrrad an der möglicherweise vor dem Haus errichteten Fahrradabstellanlage.

Die räumlich und funktionale Trennung die als „draußen lassen“ oder „aussperren“ bezeichnet werden kann, könnte durch neue und innovative Lösungen für das nach innen holen, hineinbitten, ins Gebäude einladen, mit in oder an die Wohnung nehmen und weitgehend überall im Haus hereinlassen, so die These zu diesem Projekt, überwunden werden. Dieser These nach, also für das „Innen“, kann die Trennung für Hilfsmittel und Fahrzeuge der Mikromobilität von  „bisher außen“ oder „nur draußen“ durch andere Bauweisen, Bauteile, Schnitte, Funktionen, Flächen und deren Flächennutzungen, sowie bestimmten mechanischen oder technischen Ausrüstungen von Gebäuden umgekehrt werden und zum neuen „Innen“ transformiert werden.

Mit der Aufhebung der Trennung und Hinwendung zum Innen sollen und können neue Formen der Erreichbarkeit von Start und Ziel mit Hilfsmittel und Fahrzeuge der Mikromobilität durchdacht werden, um dazu die passenden, geeigneten und tauglichen Arten und Formen der Architektur und Innenarchitektur zu entwickeln und zu beschreiben.

Die Idee geht auf ein Fachgespräch mit einem Studenten (der sich gerne Melden darf, um den Dialog fortzuführen) aus dem Seminar Urban Management im Sommersemester 2026, im Rahmen der Veranstaltung „Cargobike Trial“ (s.u, ZTG: Cargobike-Trial, am 02.06.2026) zurück, in dem auf die Frage nach dem „Lastenrad parken“, sowie mit Verweis auf örtliche vorhandene Kreuzberger Bügel, die Antwort in diese Richtung ging: Es wäre schön wenn öffentliche Flächen und Nebenflächen von Gebäuden möglich zusammenhängend, inklusiv und mehrfach, multifunktional, genutzt werden könnten, also nicht nur für eine monofunktionale Nutzung vorgesehene und danach ausgestattet sind. Vielmehr wäre es wünschenswert, wenn bereits in den Disziplinen der Architektur und Innenarchitektur die Vielfalt von Nutzung eingeplant würden und bauliche, wie technische Vorkehrungen für Mehrwert und multiple Nutzung gedacht, geplant, umgesetzt und bereitgestellt würden. Also kein Abstellplatz vor der Haustüre sondern Innen, immer möglichst an einem günstigen Ort der Bereitstellung oder Aufbewahrung.

Mit dem Projekt sollen allgemeine Aspekte und Bedingungen einer vermeintlich geltenden Norm der Gebäudebewirtschaftung und Gebäudenutzung in Frage gestellt, hinterfragt, neu gestellt, anders beantwortet und insgesamt "nachhaltig" angegangen werden, um innovative Ansätze und Lösungen finden und diesen analytisch und methodisch vertiefend nachzugehen.  

Eine Erörterung im Projekt kann in Analogie zum Thema "Abfall" (Müll) und "Kleinfahrzeuge und Hilfsmittel für die Fortbewegung" als Logistik der Nutzung von vorhandener oder fehlender Infrastruktur von einem Gebäude betrachtet und bearbeitet werden. So kann das Vorhandensein von (1) "eingefriedeten oder baulich gestalteter Areale für Müllcontainer" mit der gleichwertigen und gleichartigen Infrastruktur für (2) "Kinderfahrräder, Laufräder und Roller" erörtert werden, um für die baulichen und technischen Lösungen der Architektur und Innenarchitektur nach neuen verbindenden, gemeinsamen oder gleichwertigen Lösungen zu schauen.     

 

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